konzerte
aargau

Saison 2015/16: Capriccio bespielt MUSEEN im Kanton Aargau

«Musik bringt Aargauer Baudenkmäler zum Klingen» - unter diesem Motto ist Capriccio in der fünften Saison an verschiedensten Orten im Kanton Aargau zu hören. Standen in den vorhergehenden Jahren barocke Bauten, Räume des 20. Jahrhunderts und des Historismus sowie Klöster als Konzertorte im Zentrum, gastiert das Orchester in der Spielzeit 2015/16 in Museen.

 

erhalten – erinnern - erleben

 

Der Begriff «Museum» geht zurück auf das Wort «Museion», das in der Antike eine den Musen, den Schutzgöttinnen der Künste, geweihte Stätte bezeichnete. Heute sind Museen beliebte historische Lern- und Erinnerungsorte, die authentisches Zeugnis einer langen Geschichte ablegen. Erleben Sie mit Capriccio sechs Konzerte an eindrücklichen Örtlichkeiten der Aargauer Kulturgeschichte.

 

 

Die Konzertreihe entstand in Zusammenarbeit mit der Kantonalen Denkmalpflege. Die Anlässe beginnen jeweils mit einer Einführung zu den architektonischen Besonderheiten des Konzertraumes.

 

Saison 2015/16:  Museen im Kanton Aargau

Baden

Historisches Museum

Sa, 30.4.2016

20.00 Uhr

händel berauschend

Georg Friedrich Händel              

Occasional-Suite IV (Instrumentalstücke aus Händels frühen Oratorien und Opern)

 

Jean-Baptiste Lully                     

Ouverture avec tous les Airs à jouer de l’Opéra d’Atys

 

Francesco Venturini                   

Concerto II aus  «Concerti di camera a 4 - ­9 instromenti» op. 1 (1713/14)

 

Georg Philipp Telemann            

Ouvertüre C-Dur «Hamburger Ebb’ und Fluth» TWV 55: C3 (1723)

 

 

 

«Faire Plaisir» war ein Hauptanliegen der barocken Musik. Das gilt besonders für Stücke, in denen sich der Klang mit bildlichen Assoziationen verbindet, etwa in Telemanns «Hamburger Ebb’ und Fluth». Georg Friedrich Händel, ebenfalls Schöpfer einer «Wassermusik», rahmte die Szenen seiner Oratorien und Opern mit charakteristischen Tänzen ein – selbst wenn dazu kein Ballett zu sehen war. In den Bühnenwerken des französischen Nationalkomponisten Lully spielten Balletteinlagen dagegen eine bedeutende Rolle. So verbindet sich die «Musique pour faire plaisir» mit dem Grundelixier aller Musik, der körperlichen Bewegung.

 

Im Historischen Museum Baden wird Geschichte in einem eindrücklichen Ensemble von Alt und Neu vermittelt: Im alten Landvogteischloss wird die Badener Stadtgeschichte von der Eidgenossenschaft bis ins 19. Jahrhundert gezeigt, im melonenschnitzförmigen Erweiterungsbau konzentriert sich die Ausstellung auf die Bäder- und Industriegeschichte.

 

 

Historisches Museum Baden
Historisches Museum Baden

Wohlen

Strohmuseum im Park

So, 17.4.2016

 

17.30 Uhr ausverkauft

19.30 Uhr ausverkauft

In Zusammenarbeit mit der

Stiftung Konzertfonds Wohlen 

 

>> Info

 

 

Versandspesen: CHF 5.-

Falls Sie die Karten an der Abendkasse abholen möchten, tragen Sie Ihren Namen ein und lassen die weiteren Felder mit einem Leerschlag frei.

T. 061 813 34 13

 

mozart verschmitzt

Wolfgang Amadeus Mozart    

Mozart-Surprise aus Serenaden und Briefen

 

Texte gelesen von Dominik Sackmann

 

Den besonderen «Ton», die Beweglichkeit und Leichtigkeit seiner Musik, erarbeitete Wolfgang Amadeus Mozart vor allem in den unterhaltenden, tänzerischen Stücken, die er für bestimmte Feste und Feiern schrieb. So entstanden unzählige Serenaden, Notturni, Divertimenti, Cassationen etc. dank denen er seinen eigenen, unverwechselbaren Stil fand. Ohne diese Talentproben wären seine berühmten Opern und Konzerte, seine Sinfonien und Messen undenkbar. Seine Gedanken zum Zeitgeschehen brachte Mozart in zahlreichen, bisweilen ulkigen Briefen zur Sprache, die er von seinen Reisen nach Hause schrieb. Auch hier herrscht derselbe «Ton», mit dem Mozart ebenso einsichtsvoll wie humoristisch die eigenen Vorlieben umschrieb, aber auch die Schwächen der Konkurrenz karikierte.

 

Die klassizistische Villa wurde in den 1860er Jahren durch den Strohfabrikanten August Isler erbaut. Deren Räume wurden kürzlich feinsinnig restauriert und als Strohmuseum eingerichtet, das dem Besucher die Freiämter Hutgeflechtindustrie eindrücklich vermittelt. Dem Strohmuseum Wohlen wurde 2013 der Aargauer Heimatschutzpreis verliehen.

 

 

Strohmuseum im Park
Strohmuseum im Park

muri

Museum Kloster Muri

So, 14.2.2016

17.00 Uhr

vivaldi sphärisch

Georg Philipp Telemann            

Suite für Blockflöte, Streicher und Basso continuo a-Moll, TWV 55: a2 

 

Heinrich Ignaz Franz Biber         

Sonata prima D-Dur aus «Mensa sonora seu musica instrumentalis» (1680)

 

Antonio Vivaldi                           

Konzert für Blockflöte, Streicher und Basso continuo c-Moll, RV 441

Konzert für Laute, zwei Violinen und Basso continuo D-Dur RV 93

 

 

Imposante Werke, für die höfische Repräsentation komponiert, weichen in diesem Konzert intimer, privater Musik. Dabei ist die Tafelmusik des Salzburger Hofkapellmeisters Biber nicht minder eindrucksvoll. Zudem erstrahlen zwei Instrumente in besonderem Licht: Blockflöte und Laute. Zu den anspruchsvollsten Werken für diese Instrumente gehören die virtuosen Konzerte von Vivaldi und Telemann.

 

Das 2014 neu eröffnete Museum Kloster Muri zeigt die Pracht des Benediktinerklosters: Prunkvolle Monstranzen, funkelnde Kelche, ein kostbarer Silbertabernakel und die Stifterscheiben im Kreuzgang zeugen vom hohen Kunstsinn der Benediktinermönche. Die Räumlichkeiten befinden sich im 1610 erbauten Singisen-Flügel, dem einstigen Studiensaal der Mönche.

 

 

Museum Kloster Muri
Museum Kloster Muri

Aarau

Stadtmuseum

Sa, 5.12.2015

19.30 Uhr

 

 

 

 

musik verbindend

Georg Philipp Telemann       

Ouvertüre h-Moll für Violine, Streicher und B.c. TWV 55:h4

 

Joseph Haydn                        

Konzert für Violine, Cembalo und Orchester F-Dur Hob.XVIII:6 (1766)

 

Jean Marie Leclair                 

Violinkonzert g-Moll op. 10/6 (1745)

 

Antonio Vivaldi                      

Concerto g-Moll für Streicher und B.c., RV 157

 

 

Solistin:

Chouchane Siranossian, Violine

 

 

Frankreich und Deutschland bekämpften sich über Jahrhunderte: Mentalität, Sprache, Sitten, territoriale Strukturen und aussenpolitische Ambitionen waren kaum miteinander vereinbar. Musikalisch aber herrschte gegenseitiges Interesse. Georg Philipp Telemann versuchte die Tänze der französischen Hofkultur nachzuahmen. Andererseits rissen sich Pariser Musikfreunde um die neuesten Werke des Esterházy’schen Kapellmeisters Haydn. Erst spät übernahmen französische Komponisten wie Jean Marie Leclair die in Deutschland längst gängige, mit dem Namen Vivaldis verbundene Concerto-Form.

 

Der Turm des Aarauer Schlössli aus Megalithmauerwerk gilt als das älteste erhaltene Gebäude Aaraus. Das Schlössli war im Besitz von Rittergeschlechtern, dann von bürgerlichen Familien, bis es 1939 zum Historischen Museum der Stadt Aarau wurde. Der neu dazugekommene Erweiterungsbau der Basler Architekten Diener & Diener setzt neue Akzente.

 

 

Stadtmuseum Aarau
Stadtmuseum Aarau

Full

Schweizerischer Militärmuseum

Sa, 29.8.2015

19.30 Uhr

 

 

 

fanfaren entwaffnend

Georg Friedrich Händel              

Suite D-Dur aus «Water Music», HWV 349 (1717)

 

Georg Philipp Telemann            

Ouvertüre D-Dur aus «Musique de table», Production II, für Trompete, Oboe, Streicher und Basso continuo, TWV 55: D1  (1733)

 

Henry Purcell                              

Instrumentalmusik aus der Semi-Opera «The Fairy Queen» Z 629 (1692)

 

Wolfgang Amadeus Mozart         

«Marcia» und «Ballo delle donne Cretesi» aus dem Dramma per Musica «Idomeneo», KV 366 (1780/81)

 

Johann Christian Bach               

Sinfonia D-Dur op.18/4

 

 

Im Militärmuseum Full soll repräsentative Instrumentalmusik erklingen, die im Zusammenhang mit Herrschern - also indirekt ebenfalls mit der Politik - steht, wenn auch in speziellen Lebenszusammenhängen: Tänze und Märsche, Tafel- und unterhaltende Freiluftmusik, Opernhaftes und eine festliche Sinfonie. Kaum zu glauben, dass in derartigem Ambiente auch Kriege geplant wurden!

 

Das Schweizerische Militärmuseum in Full beherbergt in mehreren ehemaligen Fabrikhallen Panzer, Artillerie-, Fliegerabwehr- und Panzerabwehrgeschütze aus dem 20. Jahrhundert. Neben zahlreichen historischen Panzern und Geschützen ist im Museum die vollständige Werksammlung des ehemaligen Waffenherstellers Oerlikon-Bührle zu sehen. 

 

Schweizerisches Militärmuseum Full
Schweizerisches Militärmuseum Full

Königsfelden

Klosterkirche

So, 9.8.2015

19.00 Uhr

 

 

 

 

 

 

 

 

>> Konzertkarten online bestellen

bei der Capriccio Geschäftsstelle

T 061 813 34 13

 

oder

 

Info Region Brugg

c/o Odeon

Bahnhofplatz 11

5200 Brugg

T. 056 450 35 55

 

Abendkasse ab 18.15 Uhr

 

CHF 42.- / CHF 28.-

aargau klangvoll

Josef Anton Sulzer                                          

Ouvertüre in C-Dur zu «Der Kreuzfahrer»

 

Johann Joseph Fux                      

Serenada in C-Dur, K.352

 

Georg Christoph Wagenseil          

Sinfonia in D-Dur, WV 368

 

Joseph Haydn                              

Sinfonie Nr. 48 in C-Dur «Maria Theresia» (1773)

Musik ist die Kunst der Erinnerung, darum bildet sie eine bevorzugte Brücke in die Vergangenheit. Im Jahr 1415 entrissen die Eidgenossen den mächtigen Habsburgern ihre Stammlande, woraufhin sich aufgrund der neuen Machtverteilung die vier Regionen des späteren Kantons Aargau herausbildeten. Zum Gedenken an diesen historischen Wendepunkt präsentiert das Capriccio Barockorchester dieses besondere Konzert mit Werken wichtiger Habsburger Kompo­nisten sowie der Sinfonie «Maria Theresia» von Joseph Haydn.

Eine ganz spezielle Bedeutung im Programm kommt jedoch zweifelsohne der Ouvertüre des Rheinfelder Komponisten Sulzer zu, deren handschriftliche Partitur Capriccio im Bestand an Musikalien der ehemaligen Rheinfelder Musikgesellschaft aufgespürt hat. Tauchen Sie ein in die klang­volle Ge­schichte des Kantons Aargau.

 

Die um 1330 geweihte Klosterkirche Königsfelden besticht durch den lichtdurchfluteten Chorraum, dessen erhaltener Bildzyklus als Höhepunkt europäischer Glasmalerei gilt. Bahnenübergreifende Bildmedaillons, perspektivische Bildräumlichkeit und differenzierte Farbigkeit ziehen den Betrachter seit fast 700 Jahren in ihren Bann.

  

Klosterkirche Köngisfelden
Klosterkirche Köngisfelden

Baden

Museum Langmatt

So, 31.5.2015

11.00 Uhr

barock unverblümt

Johann Sebastian Bach     

Suite Nr. 2 h-Moll, BWV 1067

Sinfonia h-Moll, BWV 209

 

Antonio Vivaldi

Concerto g-Moll, RV 152

Concerto g-Moll «La notte», RV 439

 

Jean-Philippe Rameau       

«Ballet des fleurs» aus «Les Indes galantes»

«barock unverblümt»: Mit auserlesenen Werken barocker Klangkunst gewährt Capriccio einen musikalischen Ausblick auf die kommende Saison. Standen in den vorhergehenden Jahren barocke Bauten, Räume des 20. Jahrhunderts und des Historismus sowie Klöster als Konzertorte im Zentrum, gastiert Capriccio in der Spielzeit 2015/16 in einigen der eindrück­lichsten Museen des Kantons Aargau.

 

Der Kantonale Denkmalpfleger, Reto Nussbaumer, eröffnet das Konzert mit einer kurzen Einführung in die architektonischen Besonderheiten.

Sidney Brown, ein Leiter der BBC, und seine Frau Jenny Brown-Sulzer liessen 1900/01 von Curjel & Moser ihre Villa errichten. Das heutige Museum Langmatt ist eine Mischung aus englischem Landhausstil, Jugendstil und Heimatstil. Der Innenausbau in geometrischem Jugendstil vom Karlsruher Kunstgewerbler Max Läuger ist noch im Galerieflügel erhalten.

 

 

Museum Langmatt Baden
Museum Langmatt Baden

Saison 2014/15:  Capriccio geht ins Kloster

Wislikofen

Propsteikirche

So, 10.5.2015

17.30 Uhr

 

barock europäisch

Georg Friedrich Händel

Concerto c-Moll für Oboe, Fagott, Streicher und Basso continuo


Georg Philipp Telemann

Suite D-Dur für Trompete, Oboe, Streicher und Basso continuo (aus der «Production II» der «Musique de table», 1733), TWV 55: D1

 

Giovanni Lorenzo Gregori

Concerto grosso a più stromenti g-Moll, op. 2/9

 

Richard Mudge

Concerto Nr. 1 D-Dur aus «Six Concertos in seven parts» (1749)

Die Barockzeit schwelgte gerne in Farben. Nachdem die Violine lange
den Ton angegeben hatte, kamen um 1700 die Trompeten, danach die
Oboen dazu und erst spät auch Orgel und Cembalo. Diese Entwicklung
ging von Italien aus, erfasste aber bald das deutsche Reich und die Britischen
Inseln. So bietet dieses Konzert eine Reise durch die europäische
Musikgeographie und durch die bunten Klänge barocker Ensemblekunst
berühmter wie vergessener Komponisten.


Die Propstei Wislikofen ist ein kulturhistorisches Kleinod mit einer bewegten
Geschichte. Das Klösterchen diente in Krisenzeiten als Zufluchtsstätte
für Benediktinermönche aus dem Schwarzwald. Die markanten ovalen
Fenster der Kirche werden Giovanni Gaspare Bagnato zugeschrieben und
bringen überwältigendes Licht in den eher nüchternen Sakralraum.

 

Propsteikirche Wislikofen
Propsteikirche Wislikofen

Muri

Klosterkirche

So, 3.5.2015

17.00 Uhr

 

 

schätze vergraben

Johann Sebastian Bach

Sinfonia d-Moll für Orgel, zwei Oboen, Streicher und B.c., BWV 146/1
Sinfonia B-Dur für zwei Oboen, Fagott, Streicher und B.c., BWV 97/1

Georg Friedrich Händel

Orgelkonzert F-Dur, op.4/4, HWV 292

Occasional-Suite, HWV 1, 19 und 53

 

Solist: Johannes Strobl, Orgel

Selbst die bedeutenden Komponisten der Vergangenheit haben Stücke
hinterlassen, die man heute kaum noch kennt – weil sie in grösseren
Werken enthalten sind, die selten aufgeführt werden. Von Georg Friedrich
Händel gibt es wunderschöne Instrumentalsätze, aber versteckt in
seinen Oratorien und Opern. Johann Sebastian Bach hat in den Kantaten
Einzelsätze hinterlassen, die auf ältere Instrumentalsätze zurückgehen,
welche ihrerseits aber verschollen sind. Entweder man führt sie heute
einzeln auf oder stellt sie zu ganzen Reihen zusammen, um sie dem
Vergessen zu entreissen.


Der oktogonale Innenraum der Klosterkirche von Muri ist nicht nur für
Orgelkenner höchst berühmt: Er bildet den grössten Kuppelzentralbau
der Schweiz. Mit den üppigen barocken Stuckaturen gilt er als Hauptwerk
Giovanni Bettinis. Die prachtvollen Fresken von Francesco Antonio
Giorgioli tragen zur herrlich illusionistischen Wirkung des Raumes bei.

 

Klosterkirche Muri
Klosterkirche Muri

Fahr

Klosterkirche

So, 18.1.2015

18.00 Uhr

 

concerti malerisch

Pietro Locatelli

Introduzione teatrale G-Dur für Streicher und B.c., op.4/4


Antonio Vivaldi

Concerto Concerto D-Dur «Il Gardellino» für Flöte, Streicher und B.C., RV 428


Giovanni Lorenzo Gregori

Concerto grosso a più stromenti C-Dur, op. 2/1


Giuseppe Sammartini

Concerto F-Dur für Flöte, Streicher und B.c.


Antonio Vivaldi

Concerto C-Dur für Mandoline, Streicher und B.c., RV 425


Leonardo Leo

Sinfonia concertante c-Moll für Violoncello, Streicher und B.c.

Um 1700 schossen überall in Oberitalien Concerti aus dem Boden. Einer
ihrer Pioniere war Gregori in Lucca. Vivaldi in Venedig experimentierte
mit aussergewöhnlichen Soloinstrumenten, Leo in Neapel erprobte den
Gesang des Violoncellos, Sammartini aus Mailand integrierte sogar die
Blockflöte, und Locatelli aus Bergamo nutzte die gestischen Charaktere
der neuen Ensemblesprache.


Die Klosterkirche Fahr besticht durch die einzigartigen Wandmalereien
der Brüder Giuseppe und Giovanni Antonio Torricelli. Besonders die Hof-
Wandmalereien, in denen Architektur, Plastik und Stuck mit Mitteln der
Malerei harmonisch miteinander verbunden sind, zeigen ein grandioses
Bildprogramm.

 

Klosterkirche Fahr
Klosterkirche Fahr

Olsberg

Stiftskirche

So, 21.9.2014

17.00 Uhr

 

 

serenaden konzertant

Wolfgang Amadeus Mozart

Divertimento D-Dur für Oboe, 2 Hörner und Streicher, KV 251


Antonio Vivaldi

Concerto a-Moll für Fagott, Streicher und B.c., RV 498


Wolfgang Amadeus Mozart

«Ein musikalischer Spass», Divertimento F-Dur, KV 522


Antonio Vivaldi

Concerto F-Dur für Oboe, 2 Hörner, Streicher und B.c., RV 569

Serenaden, auch Divertimenti und Notturni, gehörten zu den besonderen
Vorlieben des Salzburger Stadtadels. Sie wurden an Geburtstagen und
besonderen Feiern als Unterhaltungsmusik oder Ständchen gespielt. Zu
ihnen gehört auch Mozarts höchst amüsanter «musikalischer Spass»,
eine Serenade, die unfähige Musiker und fantasielose Komponisten aufs
Korn nimmt. Dazu gesellen sich zwei Konzert von Antonio Vivaldi, dem eigentlichen Begründer des galanten Stils, der schon zu Beginn des 18. Jahrhunderts mit der Kombination von Streichern und virtuosen Bläsern experimentierte.

 

Die Stiftskirche Olsberg wird im Eingangsbereich von einer grossen Orgelbühne dominiert. Im Chor bildet der Johann Scharpf zugeschriebene,
satt ins Polygon gesetzte Hochaltar von 1673 eine mächtige Schauwand,
deren zentrale Ölberg-Darstellung eine 1634 angefertigte Kopie des
Altarbildes von Giovanni Lanfranco in der Luzerner Hofkirche ist.

 

 

Stiftskirche Olsberg
Stiftskirche Olsberg

Hermetschwil

Klosterkirche St. Martin

Sa, 23.8.2014

17.00 Uhr

 

 

frankreich barock

Jean-Baptiste Lully

Ouverture avec tous les Airs à jouer de l’Opéra d’Armide, LWV 71


Johann Sigismund Kusser

Ouverture aus «Apollon enjoué» (1700)


Georg Friedrich Händel

Concerto grosso B-Dur op. 3/1, HWV 312


Georg Philipp Telemann

Ouverture B-Dur, TWV 55: B7

Französische Sitten, französische Mode, französische Esskultur – alles
imitierte man in den deutschsprachigen Hof- und Stadtkulturen des 18.
Jahrhunderts, obwohl man mit Ludwig XIV. jahrzehntelang in Unfrieden
lebte und manche militärische Niederlage hinnehmen musste. Vor allem
die Musik für Streicher aber verband die Völker westlich und östlich
des Rheins miteinander. Ohrenfällig bildete sie zur Zeit Ludwigs XV. die
Brücke vom Absolutismus hin zur Völkerverständigung und letztlich zur
aufklärerischen «égalité».

 

Einst Doppelkloster zu Muri, wurde das Kloster Hermetschwil 1636 durch
Papst Urban VIII. zur eigenen Abtei erhoben. Die Decke des Kirchenschiffes
wurde 1757 von Franz Anton Rebsamen bemalt und stuckiert.
Im 19. Jahrhundert wurden die Stuckaturen entfernt und die Malereien
übertüncht. Erst 1972–74 erfolgte deren Wiederherstellung.

 

Klosterkirche St. Martin, Hermetschwil
Klosterkirche St. Martin, Hermetschwil

Wettingen

Klosterkirche

So, 10.8.2014

19.00 Uhr

 

paris klassisch

Jean-Philippe Rameau

Suite aus «Les Boréades» (1763)

 

Wolfgang Amadeus Mozart

Sinfonia concertante für Oboe, Klarinette, Fagott, Horn und Orchester,

KV 297b


Joseph Haydn

Sinfonie Nr. 83 g-Moll, «La Poule»

 

 

Dominik Melicharek, Oboe

Andreas Ferreino, Klarinette

Rainer Johannsen, Fagott

Olivier Picon, Horn

 

Dominik Kiefer, Leitung

Alle zehn Jahre veränderte sich die Musik in Paris: Bis 1764 komponierte
Jean-Philippe Rameau aufwändige Orchestermusik für seine Opern.
Danach konzertierten Musiker aus Italien und Deutschland in Scharen
an der Seine. 1778 reiste Wolfgang Amadeus Mozart nach Paris, fand
sich dort aber nicht zurecht. Nur wenige Werke entstanden während
seines Pariser Aufenthalts, darunter eine Sinfonia Concertante mit vier
Bläsern (deren Echtheit jedoch umstritten ist). Joseph Haydn musste sich
gegen die zahlreichen französischen Fälschungen wehren. Umso lieber
komponierte er direkt für eine Freimaurerloge sechs Sinfonien, darunter
diejenige mit dem Beinamen «La Poule» (1785).

 

Die prächtige Ausstattung der Klosterkirche Wettingen wartet mit
Glanzpunkten aus diversen Jahrhunderten auf. Neben mittelalterlichen
Sarkophagen der Häuser Kyburg und Habsburg schmücken barocke
Stuckplastiken der Tessiner Brüder Gian Antonio und Pietro Castelli, ein
reich geschnitztes Chorgestühl sowie ein figurenreicher Hochaltar den
Kirchenraum.

Klosterkirche Wettingen
Klosterkirche Wettingen

Saison 2013/14:  Barocke Musik in Räumen des Historismus

Endingen

Synagoge

So, 11.8.2013

19.00 Uhr

 

england barock

Georg Friedrich Händel

Occasional-Suite HWV 69 – 73

 

William Hayes

Sinfonia für 2 Oboen, Streicher und Basso continuo d-Moll

 

Giuseppe Sammartini

Concerto für Oboe, Streicher und Basso continuo g-Moll, op. 3 /5

 

Richard Mudge

Concerto V B-Dur (aus «Six Concertos in seven parts» [1749])

 

Giuseppe Sammartini

Concerto grosso B-Dur, op. 5/2

 

Johann Christian Bach

Sinfonia g-Moll, op. 6/6

In England war Georg Friedrich Händel die Leitfigur des hochbarocken Concerto grosso. Im Sog dieser Renaissance der italienischen Concerti grossi standen Giuseppe Sammartini, Richard Mudge und William Hayes, um deren Wiederentdeckung sich Capriccio in besonderer Weise und als erstes Ensemble überhaupt verdient gemacht hat.

 

Während sich das Äussere der Endinger Synagoge klassizistisch mit wenigen maurischen Einflüssen gibt, überrascht der Innenraum mit einer Fülle von gemalten Architekturelementen in einer sanften Farbigkeit. 1852 wurde der Bau vom bekannten Badener Architekten Joseph Caspar Jeuch erstellt und präsentiert sich bis heute in beinahe unveränderter Form.

 

 

Synagoge Endingen
Synagoge Endingen

windisch

Festsaal der Psychiatrischen Klinik Königsfelden

So, 1.12.2013

11.00 Uhr

 

matinée höfisch

Johann Sebastian Bach

Suite Nr. 2 für Flöte, Streicher und Basso continuo h-Moll, BWV 1067

 

Johann Sebastian Bach

Brandenburgisches Konzert Nr. 5 für Cembalo, Flöte, Violine und

Streicher D-Dur, BWV 1050

 

Johann Sebastian Bach

Konzert für Oboe d’amore, Streicher und Basso continuo A-Dur, BWV 1055

 

Antonio Vivaldi

Concerto für Flöte, Oboe, Streicher und Basso continuo C-Dur, RV 533

 

Antonio Vivaldi

Concerto für Streicher und Basso continuo d-Moll, RV 127

Bach hat nicht dank Vivaldi «musikalisch denken gelernt», wie der Bach-Biograf Forkel 1802 postulierte. Vielmehr haben beide Komponisten unabhängig voneinander und gleichzeitig an der Verfeinerung des Instrumentalkonzerts gearbeitet. Bei Bach wurde das Concerto-Prinzip so grundlegend, dass es auch in Sonaten und Suiten aufscheint.

 

Zentral im zweiten Obergeschoss liegt hinter drei Rundbogenfenstern der Festsaal der Psychiatrischen Klinik Königsfelden. Palastarchitektur rezipierend, schuf der Kantonsbaumeister Ferdinand Rothpletz zwischen 1868 und 1872 einen eleganten Saal mit Säulen, Stuckaturen und Wandvertäferungen.

Festsaal Psychiatrische Klinik Königsfelden
Festsaal Psychiatrische Klinik Königsfelden

aarau

Stadtkirche Aarau

So, 19.1.2014

17.00 Uhr

 

 

 

 

bach italienisch

Pietro Locatelli

Concerto grosso f-Moll op. 1/8

 

Johann Sebastian Bach

«Tilge, Höchster, meine Sünden», Kantate für Sopran, Alt, Streicher und Basso continuo, BWV 1083 (nach «Stabat mater» von Giovanni Battista Pergolesi [1710–1736])

 

Johann Sebastian Bach

Sinfonia BWV 146

 

 

Solistin / Solist:

Miriam Feuersinger, Sopran

Alex Potter, Altus

Die Vertonung der Sequenz «Stabat mater» von Pergolesi ist ein Schlüsselwerk an der Schwelle zum Rokoko-Stil. Der Leipziger Kantor Bach hat das Werk für ein erweitertes Ensemble umgearbeitet. Ein interessantes Stilexperiment: ein Hit eines populären Schöpfers im veränderten Klanggewand eines heute noch bekannteren Komponisten.

 

Innerhalb des Themas «Historismus» stellt die Stadtkirche Aarau den eigentlichen Ausreisser dar – die Kirche wurde bereits in den 1470er Jahren erstellt. Zum Thema der sich überlagernden Stile passen jedoch die grosse Restaurierung von 1889/90 und die erneute Restaurierung von 1939/40, welche der Kirche ihre spätgotische Optik zurückgaben.

Stadtkirche Aarau
Stadtkirche Aarau

berikon

Kirche St. Mauritius

Sa, 15.2.2014

19.30 Uhr

 

 

hannover zentral

Agostino Steffani  

Ouvertüre zur Oper «I Trionfi del fato»

 

Francesco Venturini

Sonata Nr. 2 a-Moll

 

Johann Sebastian Bach

Sinfonien zu den Kantaten BWV 182, 196, 209 und BWV 1059R                                          

Georg Friedrich Händel

Flötensuite aus der Wassermusik

Ouvertüre zu Jephta

 

Hannover war im Barock ein Treffpunkt der musikalischen Stile. Die kurfürstliche Familie reiste eigens zum Opernbesuch nach Venedig, viele ihrer Musiker stammten aber aus Frankreich. Die Hofkomponisten Venturini und Steffani verknüpften Französisches mit Italienischem. Bach kannte zweifellos ihre Musik, und Händel ist von Hannover aus nach London aufgebrochen.

 

1856-58 erbaute der Architekt Joseph Caspar Jeuch die Kirche in Berikon und versah sie mit einer neugotischen Tromp-l’œil-Malerei. 1903/04 wurden Kirchturm und Chor neu erstellt, und das Kircheninnere wurde frisch ausgemalt. Diese Malereien wurden in den 1950er Jahren übermalt und erst vor ein paar Jahren wieder restauriert.

Kirche St. Mauritius
Kirche St. Mauritius

lenzburg

Alter Gemeindesaal

Sa, 22.2.2014

19.30 Uhr

 

 

 

klassik unbekannt

Wolfgang Amadeus Mozart

Sinfonie F-Dur, KV 112

 

Andreas Romberg

Violinkonzert Nr. 9 A-Dur

 

Joseph Haydn

Sinfonie d-Moll, Hob. I: 80

 

 

Solist:  Anton Steck, Violine

Neben den Konzerten von Mozart und Beethoven sind die sechzehn Violinkonzerte von Andreas Romberg echte Trouvaillen. Geradezu seismographisch hat Romberg von 1780 bis 1812 die neuesten Errungenschaften in seine virtuosen Konzerte eingearbeitet – wertvolle Raritäten, auf der Höhe ihrer Zeit.

 

Im Gebäude von 1844 mit der ebenerdigen Markthalle am Metzgplatz wurde 1864 der Saaleinbau mit qualitätvoller Ausstattung realisiert. Die hochwertigen Malereien wurden im Zuge von früheren Modernisierungen übermalt. Sie kamen erst bei der letzten grossen Innenrenovation von 1983 wieder zum Vorschein und wurden sorgfältig restauriert.

 

 

 

 

Alter Gemeindesaal
Alter Gemeindesaal
Anton Steck
Anton Steck

baden

Gartensaal der Villa Boveri

Ländliweg 5

 

Do, 5.6.2014

19.30 Uhr

händel solistisch

Giuseppe Sammartini

Sonata a tre B-Dur, op. 3/3

 

Wolfgang Amadeus Mozart

Cembalokonzert D-Dur (nach J. Chr. Bach), KV 107/1

 

Georg Friedrich Händel

- «Armida abandonata», Cantata, HWV 105

- Sonata a tre g-Moll, op. 2/6, HWV 391

- «Agrippina condotta a morire», Cantata, HWV 110

 

 

Solistin: Ulrike Hofbauer, Sopran

Besonders während seiner Italienreise komponierte Händel Trouvaillen kammermusikalischer Gesangskunst, die er in den Palazzi und Salons der kirchenpolitisch Mächtigen und kulturell Einflussreichen aufführte. Diese Gesangskunst in stilvollen Räumen wieder zu beleben, ist ein Anliegen von Capriccio.

 

Der Konzertraum wurde 1908/09 vom Münchner Architekten Carl Sattler im grosszügigen Park der Villa Boveri als Gartensaal erbaut. Die neobarocke Kleinarchitektur verblüfft im Innern mit einem grosszügigen Raum mit hoher Deckentonne und reichen Stuckarbeiten, speziell in den Supraporten der französischen Fenster.

 

 

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Gartensaal Villa Boveri
Gartensaal Villa Boveri
Ulrike Hofbauer
Ulrike Hofbauer

Saison 2012/13: Barocke Musik in modernen Räumen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

wohlen

Calatrava-Rondell Kantonsschule

Do, 6.6.2013

20.00 Uhr

döttingen

Kirche St. Johannes

Fr, 7.6.2013

19.30 Uhr

capriccio tanzt

Francesco Durante			Concerto A-Dur «La pazzia»
Georg Philipp Telemann Suite «Bourlesque de Quixotte», TWV 55: G 10
Giuseppe Sammartini Oboenkonzert g-Moll op. 8 Nr. 5
Carlo Farina Capriccio stravagante (1627)
Henry Purcell Suite aus der Semiopera «King Arthur», Z 628

Tanz & Choreografie: Michal Berger W. Poladian
Leitung: Dominik Kiefer

Keine Epoche hat ihre musikalische Energie so stark aus der Tanzbewegung bezogen wie die Hof- und Ballettkultur des Barock – ob irrsinnig, burlesk oder anderswie. Selten aber wird der Schwung der Barockmusik auch tatsächlich als kunstvolle Choreographie vor Augen geführt.

 

Calatrava-Rondell Kantonsschule Wohlen

Ist es ein Zelt, ein schräger Tempel …? Sofort assoziiert man «ingeniös» mit dem Bau der Architekten Burkard, Meyer, Steiger, zogen sie doch den heute weltbekannten Ingenieur und Architekten Santiago Calatrava für verschiedene Bauteile bei. Ende der 1980er Jahre entstand ein Schulbau, welcher ein wegweisendes Studienobjekt für angehende Architekten ist. 

 

Kirche St. Johannes Döttingen
1961 erlebte Döttingen einen kleinen Skandal: Anlass war die Kirche von Hermann Baur. Kritisiert wurde die sehr zeichenhaft gestaltete Lamellierung des Glockenturms. Der Volksmund zögerte nicht mit Spottnamen; «Liftfabrik» zählt zu den harmlosesten. Heute ist dies vergessen. Der einfache Kirchenraum ist einer der am klarsten gestalteten Räume der Region und strahlt Kraft, aber auch Festlichkeit aus.

 

 

 

strengelbach

Röm.-kath. Kirche St. Marien

So, 5.5.2013

17.00 Uhr

gardellino galante

Georg Philipp Telemann 		Suite a-Moll, TWV 55: a2
Carlo Farina Capriccio stravagante (1627)
Giuseppe Sammartini Blockflötenkonzert F-Dur
Concerto grosso B-Dur, op. 5 Nr. 2
Antonio Vivaldi Il gardellino D-Dur, RV 428
Solist: Andreas Böhlen, Blockflöten
Leitung: Dominik Kiefer

Zu Unrecht gilt heute die Blockflöte als Liebhaberinstrument. Im Barock gab es Komponisten, die höchst professionelle Ansprüche an die Flötisten stellten. Haben Sie schon einen Hund musikalisch bellen oder ein Huhn in Dur gackern hören? «Capriccio stravagante» lässt die ganze Klang-Umwelt des 17. Jahrhunderts, von Ackerbau bis Artillerie, wieder erstehen.

 

Der jüngste Bau in der Reihe ist ein Ausreisser; der von Robert Alberati 2006 geplante Kirchenbau gehört ins 21. Jahrhundert. Er beweist, dass auch ein multifunktionaler Raum Eleganz und Würde ausstrahlen kann. Das Gebäude wurde als «Trockenbau» in wenigen Monaten errichtet und dient nicht nur für Gottesdienste, sondern kann vielfältig bespielt werden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

aarau

Grosse Abdankungshalle

Do, 28.2.2013

19.30 Uhr

bach & vivaldi

Johann Sebastian Bach 	Konzert für Oboe und Violine c-Moll, BWV 1060
Brandenburgisches Konzert Nr. 4 G-Dur, BWV 1049
Antonio Vivaldi Konzert für Blockflöte C-Dur, RV 444
Konzert für 2 Oboen d-Moll, RV 535

Leitung: Dominik Kiefer

Festlicher Charakter von Konzerten und dialogische Intimität von Kammermusik waren für Bach und Vivaldi untrennbar miteinander verbunden. So können auch zwei Solisten wetteifern oder alle Streicher miteinander konzertieren. Ein Höhepunkt dieser konzertanten Kammermusik ist zweifellos das Vierte Brandenburgische Konzert.

 

Eine Abdankungshalle als Konzertort ist ungewöhnlich. Die Zweifel verfliegen aber beim Betreten der Halle, die 1968 von den Architekten Barth & Zaugg gebaut wurde. Der gläserne Bau strahlt in zeitloser Eleganz und Grosszügigkeit genau die Feierlichkeit aus, die vielen Nachkriegsbauten abgeht. Auf diese Stimmung wurde bei der kürzlich erfolgten Gesamtrestaurierung grossen Wert gelegt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

baden

Evangelisch-reformiertes

Kirchgemeindehaus Baden

Do, 10.1.2013

19.30 Uhr

capriccio notturno

Wolfgang Amadeus Mozart  	Serenade «Eine kleine Nachtmusik», KV 525
Antonio Vivaldi  Concerto g-Moll, «La Notte», RV 439
Marc-Antoine Charpentier  La Nuit, H. 416
Heinrich Ignaz Franz Biber  Serenada à 5 («Der Nachtwächter»)
Henry Purcell  «The Fairy Queen» (nach Shakespeares
«Sommernachtstraum»), Z 629

Sprecher: Michael Wolf, Schauspieler

Leitung: Dominik Kiefer

Das Barock liebte das Helle und den Glanz, aber die anbrechende Nacht verleitete die Künstler zu aussergewöhnlichen Stimmungen, die sich in einzigartigen Sprechtexten und Musikstücken niederschlugen – von der heiteren Serenade bis zum Mahnruf des Nachtwächters.

 

Was braucht ein Festsaal? Parkett, Stukkaturen und Kronleuchter! All das findet man im Kirchgemeindesaal Baden – in der Formensprache der späten 1950er Jahre. Die Architekten Loepfe & Hänni gestalteten einen zwischen eleganten Betonrippen gegliederten, polygonalen Raum. Der Schmuck an der Decke bildet die vielfach abgetreppte Holzkonstruktion, beleuchtet von einem filigranen Riesenleuchter.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

suhr

Röm.-kath. Kirche Heilig-Geist

Sa, 8.9.2012

17.30 Uhr Einführung

18.30 Uhr Konzert

quattro stagioni

«Vier Jahreszeiten in Beton»
Spezialeinführung durch den Kantonalen Denkmalpfleger Reto Nussbaumer zum Bau der Heilig-Geist Kirche

 

Das diesjährige Thema der Europäischen Denkmaltage «Stein und Beton» vom 8./9. September gibt Einblick in die Verwendung dieser zwei Baumaterialien und spricht als gegensätzliches Begriffspaar «Alt und
Neu» an.


Antonio Vivaldi Concerti «Le quattro stagioni», op. 8, Nr. 1–4
Concerto per violoncello a-Moll, RV 421
Concerto per liuto G-Dur, RV 532

Leitung:  Dominik Kiefer

Die Barockmusik lebt von Gegensätzen. Architektur und Musik, harter Beton und sanfte Streichertöne gehen im Konzert mit Alter Musik in einem Bau des 20. Jahrhunderts eine spannungsvolle Verbindung ein.

 

Kein Barockmusiker konnte Naturvorgänge, Landschaften und Winde so bildhaft in Musik übersetzen wie der Opernkomponist Vivaldi. Überdies schrieb Vivaldi für die Mädchen seines venezianischen Internats auch Konzerte für Instrumente, die damals kaum solistisch zu hören waren: darunter Violoncello und Laute.

 

Hanns A. Brütsch war mit seinen Kirchenbauten schweizweit erfolgreich. Einen Skandal löste er mit der Kirche in Oberwil bei Zug aus mit den Wandgemälden von Ferdinand Gehr. Kein Skandal war die Kirche von Suhr aus den 1960er Jahren. Brütsch liess von Gehr die Glasfenster gestalten, als perfekte Ergänzung zur kühnen Architektur mit dem dramatischen Betondach.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Saison 2011/12: Barocke Musik in barocken Baudenkmälern des Aargaus

Laufenburg

Röm.-kath. Stadtkirche

Do, 14.6.2012

19.30 Uhr

capriccio stravagante


Georg Philipp Telemann        Suite a-Moll
Antonio Vivaldi                         Flötenkonzert C-Dur
Marc-Antoine Charpentier    Concert pour Violes
Carlo Farina                              Capriccio stravagante
Giuseppe Sammartini             Flötenkonzert F-Dur


Das Barock liebte Klangexperimente mit Streichinstrumenten bis hin zur Imitation von Tierlauten und Zivilisationslärm. Dazu musste man gegen die üblichen Regeln der Komposition verstossen, und dies ebenso lustvoll wie extravagant. Das hatte auch Auswirkungen auf die Unterhaltungsmusik, in der man Streicherensembles und die virtuose Blockflöte kombinierte. Erstaunlich, zu welcher Vielfarbigkeit und Virtuosität dieses Instrument fähig ist!

Was von Aussen als gotischer Kirchenbau präsentiert sich im Innern mit einer gediegenen barocke Ausstattung aus der Mitte des 18. Jahrhunderts. Der Blick bleibt bei den prächtigen Deckenmalereien hängen, schweift über die feinen Stuckaturen und bleibt schliesslich an den Altären und der Kanzel hängen.

Gränichen

Reformierte Pfarrkirche

Sa, 19.5.2012

17 Uhr

spätbarock französisch


Jean-Bapiste Lully                                          Suite aus «Phaëton»
Jean-Joseph Cassanéa de Mondonville    Sonate à 4 A-Dur
Michel Blavet                                                 Flötenkonzert a-Moll
Jean-Philippe Rameau                                  Suite aus «Les Indes galantes»


Das Orchester als geordneter Apparat ist ein Produkt des französischen Absolutismus. Mit seiner Musik hatte es seinen Platz in der Oper, wurde dort manchmal sogar noch aussagekräftiger eingesetzt als die Stimmen und begleitete die Hauptfiguren bis «nach Indien» oder allzu nahe an die Sonne heran. Im Spätbarock blickten auch die Franzosen nach Italien und importierten von dort alle Arten solistischer Virtuosität. So entstanden in Paris Ensemble-Sonaten und Konzerte für die Flöte, das Modeinstrument des Rokoko.

Und es gibt sie doch, die festlichen reformierten Kirchenräume! Der Innenraum der Kirche Gränichen mit seiner raffinierten Tonnendecke überzeugt vor allem durch seine in eleganter Grisaille-Technik ausgeführten Scheinarchitektur-Malerei und den zahllosen Bibelsprüchen aus den Psalmen und Evangelien. Wahrlich ein reicher Raum!

 

Dietwil

Röm.-kath. Pfarrkirche

So, 29.4.2012

17 Uhr

ouvertüren prächtig

 

Johann Sebastian Bach           Orchestersuite Nr.1 C-Dur BWV 1066
Antonio Vivaldi                          Konzert für 2 Oboen d-Moll
Jean-Baptiste Lully                   Suite aus «Atys»
Heinrich Ignaz Franz Biber    Battalia
Georg Philipp Telemann        Orchestersuite «Les Nations»


Barocke Musik dient häufig der irdischen Prachtentfaltung. Dazu experimentierten die Komponisten mit grossen Ensembles, die wir heute Orchester nennen, und fanden mit ihren Ouvertüren die geeignete Form. Dabei bewiesen sie auch, dass Musik zu erzählen und zu zeichnen vermag. Voller Ironie werden Schlachten  geschildert, die Mentalitäten ganzer Nationen nachgezeichnet oder die Hauptfigur einer griechischen Sage durch alle Irrungen begleitet. Letztlich bleibt aber alles eine «Musique pour faire plaisir».

Dietwil ist heute noch kein grosser Ort – wie viel mächtiger muss erst im späten 18. Jahrhundert die auch heute noch imposante Landkirche auf die Bevölkerung gewirkt haben? Der spätbarocke Bau überrascht im Innern mit einer geradezu heiteren, hellen Ausstattung und bietet den perfekten Rahmen für festliche Musik.

 

bad zurzach

Verenamünster

So, 5.2.2012

17.15 Uhr

cantare – concertare


Jan Dismas Zelenka         Motetto «Pro Resurrectione Domini»
                                            «Christe eleison» e-Moll
                                            Concerto a 8 concertanti
Giuseppe Sammartini     Concerto grosso op. 5

Solist                                  Alex Potter, Countertenor

Jan Dismas Zelenka, der Dresdner Hofkirchenkomponist, wurde rundum von allen Musikern bewundert – heute ist er mehr als ein Geheimtipp. Opernhafter Ausdruck und kirchlicher Ernst prägen seine abwechslungsreiche Musik. Darüber hinaus experimentierte Zelenka in seinen Sonaten mit der wortlosen Überzeugungskraft der Instrumente. Als Kontrast tritt der Mailänder Giuseppe Sammartini mit einem Concerto grosso dazu, das er für seine spektakulären Londoner Konzerte geschrieben hat.

Das Verenamünster als ehemalige Stiftskirche ist ein spannender Bau, dessen Baugeschichte weit in die Romanik zurückreicht und in der Gotik weitergeschrieben wurde. Ihre heutige festliche Erscheinung verdankt die Kirche der barocken Überformung und Ausstattung des 18. Jahrhunderts, welche unlängst restauriert wurde.  

Rheinfelden

Historischer Ratssaal

Fr, 23.9.2011

19 Uhr

kammermusik virtuos


Johann Christian Bach              Quintett G-Dur 
                                                     Quintett D-Dur
Wolfgang Amadeus Mozart     Oboenquartett F-Dur, KV 370 
                                                      Flötenquartett A-Dur KV 298


Kammermusik und Virtuosität schliessen sich nicht aus! Dies gilt besonders für Stücke in gemischten Besetzungen für Bläser und Streicher. So ist Mozarts Oboenquartett eigentlich ein Konzert, und das Flötenquartett zitiert aus Volksliedern und Opernarien. Darin erweist sich der jüngste Bach-Sohn mit seinen populären Quintetten als Mozarts direktes Vorbild und als sein persönlicher Mentor.

In der spätgotischen Ratsstube mit Staffelfenstern und Kabinettscheiben, Holzschnitzereien und Fürstenbildnissen wird normalerweise unter den Augen der Kaiserin Maria Theresia geheiratet. Dieser Ort könnte viele Geschichten erzählen – einige dieser Geschichten werden als Einstieg zu diesem Konzertanlass dargelegt.

Beinwil

Schloss Horben

Sa, 27.8.2011

14.30 Uhr und 16.30 Uhr

benefizkonzert  

    
Joseph Haydn                              Quartetto D-Dur op. 5 Nr. 3
Jakub Jan Ryba                             Quartetto C-Dur
Wolfgang Amadeus Mozart       Flötenquartett D-Dur KV 285


Zur Zeit der Wiener Klassik bezeichnete man Böhmen als «das Konservatorium Europas». Andererseits wirkte Joseph Haydn die Hälfte seines Lebens in Westungarn, am Südrand des Neusiedler Sees. Umgekehrt trafen sich  Böhmen und Italiener am kurfürstlich-pfälzischen Hof in Mannheim. Und alle diese «Ränder» tragen musikalisch zu dem bei, was wir heute Wiener Klassik nennen - von den frühen Quartetten von Haydn über «kurze Concertln und ein Paar quattro auf die flötte», die Mozart 1778 in Mannheim geschrieben hat, bis zum frühromantischen Quartett von Jan Jakub Ryba von 1811.

Zum Auftakt der neuen Konzertreihe öffnet das Schloss Horben, welches sich in Privatbesitz befindet, ausnahmsweise seine Tore. Die berühmten Tapetenmalereien von Caspar Wolf und die vorzüglichen Stuckaturen werden durch den Kantonalen Denkmalpfleger erläutert, das exklusive Konzert findet anschliessend im Festsaal statt.