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Saison 2016/17

mozart triumphal

Sa, 03.09.2016, 19.30 Uhr

Martinskirche Basel

 

So, 04.09.2016, 17.00 Uhr 

Tonhalle Zürich

 

 

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Wolfgang Amadeus Mozart

 

Sinfonie Es-Dur, KV 543 (26. Juni 1788)

Sinfonie g-Moll, KV 550 (25. Juli 1788)

Sinfonie C-Dur, KV 551, «Jupiter» (10. August 1788)

 

Leitung

Matthew Halls

 

Bereits die Zeitgenossen bezeichneten Mozarts letzte drei Sinfonien als «Triumph der neuen Tonkunst». Diese Werke folgen einem anspruchsvollen Konzept, das auch für Haydns und Beethovens Sinfonien wegweisend wurde. Mozart hatte sich im Sommer 1788 eigens in die Vorstadt zurückgezogen, um ausnahmsweise ohne konkreten Auftrag diese Werke zu schreiben, die ihm so sehr am Herzen lagen. Die drei einzelnen Sinfonien fügen sich zu einem einzigen gross-dimensionierten Mega-Werk zusammen. Hier hat Mozart wie nirgendwo sonst das Lebensgefühl und die ästhetischen Anschauungen seiner Zeit, etwa den Kult des Erhabenen, bündig zum Ausdruck gebracht – sozusagen als Vollendung und Abschluss seiner textlosen Musik.

 

 

 

barock erhaben

Sa, 22.10.2016, 19.30 Uhr

Peterskirche Basel

 

So, 23.10.2016, 17.00 Uhr 

Kirche St. Peter Zürich

 

  

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Georg Philipp Telemann         

Ouvertüre D-Dur aus «Musique de table», Production II, für Trompete, Oboe, Streicher und Basso continuo, TWV 55: D1 (1733)

 

Georg Friedrich Händel

Suite D-Dur aus «Water Music», HWV 349 (1717)

 

Johann Joseph Fux 

Serenada in C-Dur, K. 352

 

Johann Christian Bach          

Sinfonia D-Dur op. 18/4

 

Wolfgang Amadeus Mozart    

«Marcia» und «Ballo delle donne Cretesi» aus dem Dramma per Musica «Idomeneo», KV 366 (1780/81)

Man könnte das Programm auch «Spätbarock in D-Dur» nennen. D-Dur war im 18. Jahrhundert die Tonart der Trompete und damit der lauten Feste und der höfischen Repräsentation. Dies betrifft Musik für die Tafel (Telemann) wie für die abendliche Unterhaltung zu Wasser (Händel) und zu Lande (Fux), ja sogar für Teile einer Opernouvertüre von Johann Christian Bach, die später in eine Sinfonie eingegangen sind. Was im deutschen Reich D-Dur bedeutete, war bei den kaiserlichen Habsburgern und einem Hofkomponisten wie J.J. Fux C-Dur, denn dort wurden tiefere Trompeten bevorzugt. Erst mit Mozarts «Idomeneo» von 1781, der Münchner Oper an der Schwelle zur Wiener Klassik, mischen sich – gewissermassen als Ausblick – verhaltene, kritische Töne in die einstige, affirmative Marsch- und Ballettmusik in D-Dur. 

 

 

soprano giubilante

Fr, 03.02.2017, 19.30 Uhr 

Kirche St. Peter Zürich

 

Sa, 04.02.2017, 19.30 Uhr

Martinskirche Basel

 

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Antonio Vivaldi

«Laudate pueri», RV 601

Concerto grosso d-Moll, op. 3 Nr. 10, RV 565

Flötenkonzert G-Dur, op. 10 Nr. 6, RV 437

 

Johann Sebastian Bach 

Sinfonia aus dem «Osteroratorium», BWV 249/2

Kantate «Ich habe genug», BWV 82

 

Solistin

Nuria Rial, Sopran

 

Nuria Rial wird zu Recht als «Topstar der Barockszene» bezeichnet. In Oper und Konzert ist sie seit Jahren eine gerne gehörte und vielfach preisgekrönte Solistin. Ihre klare und geschmeidige Stimme eignet sich besonders für die koloraturenreichen Sopranpartien in den geistlichen Werken italienischer und deutscher Komponisten. In Vivaldis feierlichem Vesperpsalm und Bachs nachdenklicher Kantate sind alle Facetten und Klangfarben ihrer Stimmgebung gefragt. Ebenso vielfältig ist die Affektpalette in den Concerti von Vivaldi und der Sinfonia zu Bachs «Osteroratorium», in denen Flöte und Violine solistisch hervortreten, die danach zusammen mit der Sopranistin um die Wette jubilieren.

 

 

 

flauto virtuoso

Fr, 03.03.2017, 19.30 Uhr 

Kirche St. Peter Zürich

 

Sa, 04.03.2017, 19.30 Uhr

Peterskirche Basel

 

 

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Georg Philipp Telemann              

Blockflötenkonzert C-Dur, TWV51:C1

 

Giuseppe Sammartini                 

Blockflötenkonzert F-Dur

Concerto grosso e-Moll, op. 5/1

 

Georg Friedrich Händel              

Concerto grosso c-Moll, op. 6/8

 

Henrico Albicastro                     

Concerto à 4 d-Moll, op. 7/2

 

Antonio Vivaldi                          

Concerto d-Moll, RV 127

 

 

Solist

Andreas Böhlen, Blockflöte

 

Im Barock erlebte die Blockflöte den Höhepunkt ihrer Karriere. Das Blasinstrument, welches besonders die bukolische Welt der Hirten und der Erholung repräsentiert, stieg im Spätbarock auch zum konzertanten Soloinstrument auf. In Bachs Kantaten und in Konzerten von Vivaldi, Sammartini und Telemann behauptete sie sich gegen eine Gruppe von Streichern. Dass «Concerto» weit mehr bedeutet als bloss Konkurrenz und Wettbewerb, machen diese Werke deutlich, die von einem der Stamminstrumente früherer «Consorts» dominiert werden. Abwechslungsreiches Zusammenspiel prägt auch die Concerti des wohl aus Bayern stammenden Henrico Albicastro wie auch des «berühmten Sachsen» Händel. Hier werden unterschiedliche Klangkombinationen innerhalb des Streicherensembles zur Diskussion gestellt. 

 

 

 

Saison 2015/16 stattgefundene Konzerte

händel amourös

Sa, 4.6.2016, 19.30 Uhr

Peterskirche Basel

 

So, 5.6.2016, 17.00 Uhr 

Kirche St. Peter Zürich

 

 

Georg Friedrich Händel              

Ouvertüre zur Serenata «Parnasso in festa», HWV 73 (1734)

 

Antonio Vivaldi                           

In furore iustissimae irae, RV 626

 

Georg Friedrich Händel              

Concerto grosso d-moll, op. 3 Nr. 5, HWV 316 (1718/20)

 

Georg Friedrich Händel

Il delirio amoroso, HWV 99

 

 

Solistin

Maya Boog, Sopran

 

Von 1706 bis 1711 hielt sich Georg Friedrich Händel in Italien auf. Dort feierte er triumphale Erfolge und prägte nicht nur seinen Stil, sondern schuf Werke, so kühn und vielfältig, wie später kaum noch. Alle Möglichkeiten des virtuosen Gesangs, besonders innerhalb dramatischer Aktionen lotete er damals aus. Davon zehrte er sein ganzes Leben, besonders in seinen Londoner Opern und Oratorien. Zweifellos wird Händel in Venedig Vivaldi getroffen haben, den einzigen Opernkomponisten, der dem «berühmten Sachsen» das Wasser reichen konnte. Dass Vivaldi sich selbst in erster Linie als solchen sah, nimmt man heute kaum zur Kenntnis, die Opern und dramatischen Kantaten verraten es aber zur Genüge!

 

 

 

bach cellistisch

Sa, 30.1.2016, 19.30 Uhr

Martinskirche Basel

 

So, 31.1.2016, 17.00 Uhr 
Kirche St. Peter Zürich

 

Georg Philipp Telemann            

Ouverture «Burlesque de Quixotte», TWV 55:G10

 

Wolfgang Amadeus Mozart         

Divertimento B-Dur, KV 137

 

Carl Philipp Emanuel Bach       

Cellokonzert B-Dur, Wq 171

 

Felix Mendelssohn Bartholdy 

Streichersinfonie Nr.4 c-Moll, MWV N4

 

 

Solist

Roel Dieltiens, Violoncello

 

Im Zentrum steht Carl Philipp Emanuel Bach. Seine Konzerte, wahlweise für Cembalo, Flöte oder Violoncello, setzten Massstäbe. Von ihm führen die geschichtlichen Linien in die Zukunft, etwa zu Mozart, der wohl von Bach inspiriert wurde, sicher aber diesen beeinflusst hat, aber auch zum jungen Mendelssohn, dessen Grossmutter mit dem Berliner Hofcembalist Bach einst gut bekannt gewesen war; denn es gibt durchaus ästhetische Verbindungen vom Vor-Romantiker und Stürmer-und-Dränger Bach zu Mendelssohn, dem Inbegriff der norddeutschen Romantik. Möglicherweise glich in Sachen Publikumsnähe der zweite Sohn Johann Sebastian Bachs eher seinem Taufpaten und Hamburger Amtsvorgänger Telemann als seinem eigenen Vater. 

 

 

 

barocktober

Fr, 16.10.2015, 19.30 Uhr
Kirche St. Peter Zürich

 

Sa, 17.10.2015, 19.30 Uhr
Peterskirche Basel

 

 

Georg Philipp Telemann         

Ouvertüre in e-Moll für Oboe, Streicher und Basso continuo, TWV 55:e10

 

Georg Friedrich Händel          

Ouvertüre zum Oratorium Belshazzar in e-Moll, HWV 61

 

Joseph Bodin de Boismortier  

Don Quichotte G-Dur

 

Philipp Heinrich Erlebach       

Ouvertüre nach französischer Art VI g-Moll (1693)

 

Johann Sebastian Bach         

Sinfonia aus der Kantate «Gleich wie der Regen und Schnee» in g-Moll,

BWV 18 

 

 

Leitung

Dominik Kiefer

Inbegriff der barocken Musik für grössere Ensembles (Orchester) sind die Ouvertüren und Suiten, die in Frankreich und in der Folge auch in Deutschland um 1700 entstanden. Zu den deutschen Pionieren der Ouvertüre gehörte der Rudolstädter Kapellmeister Erlebach. Die Ouvertüre wurde bald zu einem ersten gesamteuropäischen Phänomen: Sie wurde zusätzlich auch in Spanien und England gepflegt und vermischte sich bald mit Stilelementen aus dem italienischen Concerto. Telemann und Händel gehören zu den Grossproduzenten solcher Ouvertüren, während Johann Sebastian Bach, auch in seinen Kantaten-Sinfonien, an der Vervollkommnung italienischer Konzertformen feilte. In Frankreich selbst wurde nach dem Tod Ludwigs XIV. die Ouvertüre immer mehr zum Charakterstück, das auch oft um literarische Figuren kreiste.

 

 

 

paris unvergänglich

Sa, 12.9.2015, 19.30 Uhr
Martinskirche Basel

 

So, 13.9.2015, 17.00 Uhr
Kirche St. Peter Zürich

 

Jean-Philippe Rameau

Suite aus «Les Boréades» (1763)

 

Wolfgang Amadeus Mozart

Sinfonia concertante für Oboe, Klarinette, Fagott, Horn und Orchester,

KV 297b

 

Joseph Haydn

Sinfonie Nr. 83 g-Moll, «La Poule»

 

 

Solisten
Dominik Melicharek, Oboe

Francesco Spendolini, Klarinette

Rainer Johannsen, Fagott

Olivier Picon, Horn

 

Alle zehn Jahre präsentierte sich die Pariser Musik in einem neuen stilistischen Gewand: Unter der Herrschaft Ludwigs XV. gab es schon aufwändige Orchestermusik in Jean-Philippe Rameaus letzten Opern. Nach 1764 konzertierten Musiker aus Italien und Deutschland in Scharen an der Seine. Wolfgang Amadeus Mozart reiste 1778 auf eigene Faust nach Paris, fand sich dort aber nicht zurecht. Nur wenige Werke entstanden während seines halbjährigen Pariser Aufenthalts, darunter eine Sinfonie und eine Sinfonia concertante mit vier Bläsern (deren Echtheit jedoch umstritten ist). Joseph Haydn hingegen musste aus der Ferne mit ansehen, wie man gerade in Frankreich hemmungslos seine Werke bearbeitete oder Fälschungen unter seinem Namen herausgab. Umso lieber war ihm darum, dass der Chef einer Freimaurerloge sechs Sinfonien direkt bei ihm bestellte, aus denen wiederum die zweite mit dem Beinamen «La Poule» (1785) heraussticht.

 

 

Saison 2014/15 stattgefundene Konzerte

bach erhaben

Fr, 17.4.2015, 19.30 Uhr
Kirche St. Peter Zürich

 

Sa, 18.4.2015, 19.30 Uhr 
Peterskirche Basel

 

 

Johann Sebastian Bach

Sinfonia d-Moll aus der Kantate «Wir müssen durch viel Trübsal», BWV 146/1

 

Pietro Locatelli

Concerto grosso f-Moll, op. 1/8

 

Johann Sebastian Bach

«Tilge, Höchster, meine Sünden», Kantate für Sopran, Alt, Streicher und Basso continuo, BWV 1083 (nach «Stabat mater» von Giovanni Battista Pergolesi [1710–1736])

 

 

Solisten
Miriam Feuersinger, Sopran

Alex Potter, Altus

Alte Gebäude müssen saniert werden, um erhalten zu bleiben. Danach haben sie ein doppeltes Gesicht: Der ursprüngliche Bau wird ergänzt, überlagert oder tritt sogar in Konkurrenz zu den Stilmitteln seines Umbaus. So oder ähnlich verhält es sich mit Johann Sebastian Bachs Nachbereitung von Giovanni Battista Pergolesis «Stabat mater».

Dieses Werk gilt seinerseits als Ausdruck von Rokoko und Empfindsamem Stil: Voll Wärme und Anteilnahme leuchtet es den Text aus, in dem die Begegnung der trauernden Maria mit ihrem gekreuzigten Sohn nachempfunden wird.

Das erkannte auch schon Pergolesis älterer Zeitgenosse Johann Sebastian Bach. Die Natürlichkeit und Klarheit in der Musik des Jüngeren wird gebändigt durch Bachs Drang nach barocker Klangfülle. So spricht Bachs selten gespielte Pergolesi-Bearbeitung sowohl die Verehrer der Bach’schen Kunst an wie auch die Liebhaber der späteren, klassischen Musik.

 

 

 

beethoven heroisch

Sa, 24.01.2015, 19.30 Uhr

Stadtcasino Basel, Musiksaal

 

So, 25.01.2015, 17.00 Uhr
Kirche St. Peter Zürich

Felix Mendelssohn Bartholdy

Sinfonie c-Moll, op. 11, MWV N 13 (1824)

 

Ludwig van Beethoven

«Sinfonia eroica» (Sinfonie Nr. 3) Es-Dur, op. 55

 

 

Leitung
Matthew Halls

Mit der «Sinfonia eroica» eröffnete Beethoven nach eigener Aussage seinen «neuen Weg» des Komponierens. In dieser ersten seiner großen Sinfonien setzte sich Beethoven mit den aktuellen politischen Geschehnissen auseinander. Mit der «Eroica» und den nachfolgenden Ideenkunstwerken forderte Beethoven seine Zeitgenossen aber mächtig heraus. „Wer vermag nach Beethoven noch etwas zu machen?“ soll Franz Schubert geklagt haben, und Brahms fühlte noch um 1860 einen „Riesen hinter sich tappen“. Einzig der junge Felix Mendelssohn wagte sich – nach Experimenten im Stil von Haydn und Mozart – mit der c-moll-Sinfonie erstmals an ein Orchesterwerk grösseren Ausmaßes, um dereinst Beethovens Erbe aufnehmen zu können.

Auch ein Barockorchester muss sich mit solchen Schwellenwerken auseinandersetzen. Umso besser, wenn es dies unter der erfahrenen Leitung eines derart begabten Dirigenten und kommenden Stars der Musikszene tun darf.

 

 

händel brillant

Fr, 24.10.2014, 19.30 Uhr
Kirche St. Peter Zürich

 

So, 26.10.2014, 10.30 Uhr
Stadtcasino Basel, 

Hans Huber-Saal

Agostino Steffani

Ouverture zur Oper «I Trionfi del fato»

 

Francesco Venturini

Sonata op. 1/2 a-Moll

 

Johann Sebastian Bach

Sinfonien zu den Kantaten BWV 182, 196, 209 und BWV 1059R

 

Georg Friedrich Händel

«The Water Music», Suite G-Dur, HWV 350

 

Georg Friedrich Händel

Ouverture zu Jephta, HWV 70

 

 

 

Leitung
Dominik Kiefer, Violine

Hannover ist als Zentrum barocker Musikpflege weniger bekannt als Paris, London, Venedig oder Dresden. Der Aufstieg Hannovers zur Opernmetropole zeigt aber, dass die (kur-)fürstliche Patronage Anstellungen von einflussreichen Musikerpersönlichkeiten ermöglichte. Agostino Steffani war als Komponist und Geheimdiplomat 1688 nach Hannover berufen worden. Bis 1696 komponierte er neun Opern für den Welfenhof. Seine Werke wurden auch in Weimar gespielt, wo sich der Hoforganist J. S. Bach von ihnen inspirieren liess. Steffani war es auch, der Georg Friedrich Händel nach Hannover empfohlen hatte, der von hier aus nach London geschickt wurde, noch bevor Kurprinz Georg Ludwig von Hannover 1714 als George I. den englischen Thron bestieg. Francesco Venturini ist ebenfalls 1688 angestellt worden. Seine «Concerti di camera a 4–­9 instromenti» widerspiegeln etwas vom Glanz, den das kurfürstliche Hannover damals ausstrahlte.

 

 

fagott empfindsam

Do, 4.9.2014, 19.30 Uhr
Kirche St. Peter Zürich

 

Fr, 5.9.2014, 19.30 Uhr
Martinskirche Basel

Georg Friedrich Händel
Occasional-Suite, HWV 69-73

 

Johann Melchior Molter

Fagottkonzert a-Moll 

 

William Hayes

Concerto D-Dur

 

Johann Wilhelm Hertel

Fagottkonzert Es-Dur

 

Carl Philipp Emanuel Bach

Sinfonie D-Dur, Wq 183/1

 

 

Solist
Sergio Azzolini, Fagott

Die Zeit zwischen dem Abflauen des Barockzeitalters und den Neuerungen von Haydn und Mozart war eine Epoche des Experiments. Schon Händel versuchte sich im «galanten Stil», mit dem er die französischen Hoftänze auflockerte. Ein phantasievoller Reformator der Orchestermusik war der Karlsruher Kapellmeister Molter, der mit solistisch selten verwendeten Blasinstrumenten experimentierte. Carl Philipp Emanuel Bach, zweifellos ein musikalischer Revolutionär, wurde zumal mit seinen gross besetzten Sinfonien zu einem Vorbild der Wiener Klassiker. Aber auch am Mecklenburgischen Hof von Schwerin sass ein Musiker aus Thüringen, welcher den grossen Bach seiner Zeit – Carl Philipp Emanuel – bewunderte und nachahmte: Johann Wilhelm Hertel.

Sergio Azzolini hat ein besonderes Flair für jene virtuosen Kompositionen im Übergang vom Barockfagott zu jenen Instrumenten, die in der Musik der Klassik und Romantik Verwendung gefunden haben. 

 

Saison 2013/14 bereits stattgefundene Konzerte

jahrhundert- wende klassisch

Sa, 3.5.2014, 19.30 Uhr
Stadtcasino Basel, Musiksaal

 

So, 4.5.2014, 17.00 Uhr
Kirche St. Peter Zürich

Joseph Haydn
Sinfonie Nr. 101 D-Dur, «Die Uhr»

 

Ludwig van Beethoven
Violinkonzert D-Dur, op. 61

 

 

Solist
Daniel Sepec, Violine

Um 1800 stieg die Instrumentalmusik zu einer autonomen Kunst ersten Ranges auf. Beide Werke des Programms markieren diesen Übergang: Die fesselnde Sinfonie, die Haydn sechs Jahre vor der Jahrhundertwende in und für London komponierte, und das Epoche machende Violinkonzert, das Beethoven 1806 schrieb.

Daniel Sepec gilt als Geheimtipp unter den Geigern. Er ist als Barockgeiger wie mit der modernen Violine auf den Konzertpodien zu Hause, als Solist, als Kammermusiker oder als Stimmführer – und zudem ist er Professor in Basel. Mit der Interpretation des Violin­konzerts von Beethoven unter der Mitwirkung von Daniel Sepec schliesst das Barock­orchester Capriccio seine 15. Saison ab.

 

 

 

 

bach schweizerisch

Sa, 11.1.2014, 19.30 Uhr
Martinskirche Basel

 

So, 12.1.2014, 17.00 Uhr
Kirche St. Peter Zürich

Giovanni Battista Sammartini
Sinfonia für Streicher und 2 Trompeten G-Dur

 

Johann Sebastian Bach
Brandenburgisches Konzert Nr. 2, BWV 1047

 

Johann Christian Bach
Sinfonia g-Moll op. 3/6

 

Johann Sebastian Bach
Sinfonia F-Dur, BWV 1046a

 

Ferdinando Galimberti
Sinfonia D-Dur

 

Johann Sebastian Bach
Ouvertüre Nr. 4 D-Dur, BWV 1069

 


Solist
Reinhold Friedrich, Trompete

Wie klang es eigentlich in der Schweiz zur Zeit Johann Sebastian Bachs? Während in manchen Städten des Reichs eine fast höfisch-repräsentative Kultur gepflegt wurde, spielte man in der Schweiz anspruchsvolle Musik vor allem in den Klöstern. Weniger einheimische Komponisten standen dabei im Zentrum als die erfolgreichen Musiker aus jenen oberitalienischen Zentren, mit denen man auch kirchenpolitisch in Verbindung stand. In der Schweiz hütet man bis heute das Notenmaterial von Komponisten wie Giovanni Battista Sammartini, Ferdinando Galimberti und sogar Johann Christian Bach.

 

 

absolutismus gestrichen

Do, 17.10.2013, 19.30 Uhr
Martinskirche Basel

 

Fr, 18.10. 2013, 19.30 Uhr
Kirche St. Peter Zürich

Jean-Baptiste Lully
Ouverture avec tous les Airs à jouer de l’Opéra d’Armide
 
Johann Sebastian Bach
Concert «avec plusieurs instruments» für zwei Viole, zwei Viole da Gamba und
Basso continuo B-Dur, BWV 1051 («Brandenburgisches» Konzert Nr. 6)

 

Johann Sigismund Kusser
Ouverture aus «Apollon enjoué» (1700)

 

Georg Friedrich Händel
Concerto grosso B-Dur op. 3/1, HWV 312

 

Georg Philipp Telemann
Ouverture g-Moll, TWV 55:g 4

Französische Sitten, französische Mode, französische Esskultur – alles imitierte man in den deutschsprachigen Hof- und Stadtkulturen des 18. Jahrhunderts, obwohl man mit Ludwig XIV. jahrzehntelang in Unfrieden lebte und manche militärische Niederlage hinnehmen musste. Vor allem die Musik für Streicher aber verband die Völker westlich und östlich des Rheins miteinander. Ohrenfällig bildete sie zur Zeit Ludwigs XV. die Brücke vom Absolutismus hin zur Völkerverständigung und letztlich zur aufklärerischen «égalité». Auch Johann Sebastian Bach konnte sich der damaligen Frankreich-Mode gegenüber nicht verschliessen.

 

rokoko cellistisch

Mi, 4.9.2013, 19.30 Uhr

Stadtcasino Basel, Hans Huber-Saal

 

Do, 5.9.2013, 19.30 Uhr

Kirche St. Peter Zürich

Pietro Locatelli

Introduzione teatrale G-Dur, op. 4/4

 

Giuseppe Sammartini
Concerto grosso für Streicher und Basso continuo e-Moll, op. 5/1

 

Antonio Vivaldi
Concerto für Violoncello, Streicher und Basso continuo c-Moll, RV 401

 

Giovanni Lorenzo Gregori
Concerto grosso für Streicher und Basso continuo g-Moll, op.2/9

 

Luigi Boccherini
Concerto G-Dur für Violoncello und Orchester, G 480

 

Francesco Durante
Concerto Nr. 8 A-Dur, «La pazzia»

 

 

Solist
Roel Dieltiens, Violoncello

Roel Dieltiens gilt als Geheimtipp unter den Cellisten. Er ist als Barockcellist wie mit dem modernen Violoncello auf den Konzertpodien zu Hause – und zudem ist er Professor in Zürich. Sämtliche Cellokonzerte von Vivaldi hat er aufgenommen. Eines seiner besonderen Interessen gilt der Musik von Luigi Boccherini, dem italienischen Cellisten in Spanien. Zwischen diesen beiden Komponisten bewegt sich das erste Programm der neuen Saison.

 

 

 

 

 

 

 

Saison 2012/13 Konzertreihe Basel & Zürich

frankreich tänzerisch

Sa, 6.4.2013, 19.30 Uhr

Basel, Martinskirche

 

So, 7.4.2013, 17.00 Uhr

Zürich, Kirche St. Peter

André Campra

«L’europe galante» (1697)


Jean-Féry Rebel

«Les elemens» (1737)


Jean-Marie Leclair

Concerto für Violine, Streicher und Basso continuo a-Moll, op. 7 Nr. 5 (1737)
«Scylla et Claucus» op. 11 (1746)


Jean-Philippe Rameau

«Dardanus» (1739)

 

 

Leitung: Dominik Kiefer

In den letzten Jahren hat sich Capriccio mit speziellen Spieltechniken und speziellen Streichbögen in die französische Barockmusik eingearbeitet. Das Schlusskonzert der Saison geht von der Theatermusik des Lully-Zeitgenossen André Campra aus. Spätere Generationen französischer Musiker versuchten, italienische Ausdrucksvielfalt mit dem Schwung der französischen Tänze zu verbinden. Dabei entstanden so unterschiedliche Werke wie Jean-Féry Rebels atemberaubende Naturdarstellung, Jean-Philippe Rameaus schmissige Theatermusik und die galant-konzertante Unterhaltungsmusik von Jean-Marie Leclair.

Dominik Kiefer
Dominik Kiefer

beethoven neunte

Fr, 4.1.2013, 19.30 Uhr

Zürich, Tonhalle

 

Sa, 5.1.2013, 19.30 Uhr

Basel, Stadtcasino

Ludwig van Beethoven

Sinfonie Nr. 9 d-Moll, op. 125

 

Solisten:   Carola Glaser, Sopran
                   Christina Daletska, Mezzosopran
                   Rolf Romei, Tenor
                   Marian Krejcik, Bass
Chöre:       Basler Bach-Chor
                   Der Gemischte Chor Zürich

 

künstlerisches Konzept:  Joachim Krause und Dominik Kiefer

Dirigent:   Joachim Krause

Den Höhepunkt in einer umfassenden Auseinandersetzung mit Beethovens Sinfonik bildet die Aufführung der Neunten Sinfonie. Schon die Zeitgenossen hatten das Gefühl, dass Beethoven mit diesem Werk das Gedankengut der Aufklärung in eine «Philosophie in Tönen» zusammengefasst hat. Das prominente, bisweilen ohrwürmige Finale, in dem Vokalsolisten und Chor Ausschnitte aus Schillers «Ode an die Freude» beitragen, lässt beinahe vergessen, dass die Neunte eigentlich ein Orchesterfest ist – gerade richtig für einen Klangkörper in seiner dreizehnten Saison.

Gemeinschaftsproduktion von Capriccio mit dem Basler Bach Chor und dem Gemischten Chor Zürich.

zelenka cantabile

Do, 18.10.2012, 19.30 Uhr

Basel, Peterskirche

 

Fr, 19.10.2012, 19.30 Uhr

Zürich, Kirche St. Peter

Jan Dismas Zelenka

«Hipocondrie», ZWV 63

Solomotette «Solititusfossor», ZWV 209
«Christeeleison», ZWV 29
«Lamentatio pro hebdomada sancta, Quomodo obscuratum est aurum»,

ZWV 53 Nr. 6

 

Antonio Vivialdi

Concerto g-Moll für 2 Violoncelli, Streicher und Basso continuo, RV 531


Giuseppe Sammartini

Concerto grosso g-Moll, op. 5 Nr. 3


Johann Sebastian Bach

Kantate «Vergnügte Ruh‘, beliebte Seelenlust», BWV 170

 

 

Solist: Alex Potter, Countertenor
Leitung: Dominik Kiefer

Zu den grossen, aber weithin unterschätzten Komponisten gehört Jan Dismas Zelenka, der am Dresdner Hof für die Kirchenmusik zuständig war. Um sich darin weiterzubilden, reiste er nach Italien und später für längere Zeit nach Wien. Diese diversen Einflüsse schlugen sich in seinen Werken nieder. Zelenkas Musik gibt allen Nuancen, von melancholischer Einkehr bis zu triumphierender Ekstase, Ausdruck. Als Ergänzung dazu führt Capriccio seine Aufführung aller Concerti grossi op. 5 von Zelenkas italienischem Zeitgenossen Giuseppe Sammartini fort.

Alex Potter
Alex Potter

 

 

 

 

 

 

 

 

beethoven pastorale

Fr, 31.8. 2012, 19.30 Uhr

Zürich, Kirche St. Peter

 

Sa, 1.9.2012, 19.30 Uhr

Basel, Stadtcasino

Ludwig van Beethoven

Ouvertüre zu «Coriolan», op. 62


Andreas Romberg

Violinkonzert Nr. 12 g-Moll


Ludwig van Beethoven

Sinfonie Nr. 6 F-Dur, op. 68, «Pastorale»

 

Solist: Anton Steck, Violine
Leitung: Matthew Halls

Die «Pastorale» («Mehr Ausdruck der Empfindung als Malerey») ist bald so filigran, bald so komplex, dass sich ausnahmsweise die Navigation durch einen Dirigenten aufdrängt. Beethovens tragische «Coriolan»-Ouvertüre und

die avantgardistische «Pastorale» bilden den Rahmen zum erstaunlichen

12. Violinkonzert g-Moll (komponiert 1800) von Andreas Romberg, dem

einst berühmten Beethoven-Zeitgenossen. Romberg schrieb insgesamt 

16 Violinkonzerte, in denen er die Entwicklungen des klassischen Solokonzerts über gut zwanzig Jahre mitverfolgte.

Anton Steck
Anton Steck

Saison 2011/12 Konzertreihe Basel & Zürich

händel amoureux

Do, 8.9.2011, 19.30 Uhr

Zürich, Kirche St. Peter

 

Fr, 9.9.2011, 19:30 Uhr

Basel, Martinskirche

Georg Friedrich Händel

Aci, Galatea e Polifemo. Serenata a tre, HWV 72
 
Aci (Sopran): Katherine Manley
Galatea (Alt):  Stefanie Irányi
Polifemo (Bass): Wolf Matthias Friedrich

Leitung: Dominik Kiefer   

Selten ist eine Dreiecksbeziehung so schwungvoll in Musik gesetzt worden: Aus der Begegnung zwischen dem Hirten Acis und der Nymphe Galatea, welche von dem Riesen Polyphem begehrt wird, hat Händel ein dramatisches Meisterwerk geschaffen. Diese Serenata für drei Solisten und ein kleines Ensemble aus Streichern, einer Oboe, Trompeten, Blockflöte und Generalbass ist im Konzertleben eine Rarität. Was sich Händel 1708 in Neapel von der Seele geschrieben hat, geht noch heute unter die Haut - abwechslungsreich und farbig, gefühlvoll und erzürnt, vor allem aber eines: stimmgewaltig.

«musicalische discurse»

Do, 20.10.2011, 19.30 Uhr

Basel, Martinskirche


Fr, 21.10.2011, 19.30 Uhr

Zürich, Kirche St. Peter

Jean Baptiste Lully

Ouverture avec tous les Airs de la Tragédie en musique «Thésée», LWV 51

Georg Muffat

«Colligati Montes», Suite 5 aus «Florilegium secundum...» g-Moll
Sonata 2 aus «Armonico tributo» g-Moll

Georg Friedrich Händel Ouvertüre zum Dramma tragico «Teseo», HWV 9


Arcangelo Corelli Concerto grosso D-Dur, op. 6 Nr. 1

Leitung: Dominik Kiefer

Nationale Charaktere prägten die Musik des Barock. Anhänger des französischen «goût» verachteten die temperamentvolle «Italianità» und umgekehrt.

Zwischen diesen Fronten vermittelte Georg Muffat, der die tänzerische französische Orchestersprache Lullys ebenso beherrschte wie die kontrastreichen Klangwechsel des italienischen Concerto grosso, etwa von Arcangelo Corelli.

Unter der Leitung von Dominik Kiefer führt Capriccio durchs klangvolle Labyrinth barocker Musiksprachen, die sich so wunderbar ergänzen.

 

 

 

mozart & 3 h's

Sa, 7.1.2012, 19.30 Uhr
Basel, Martinskirche

So, 8.1.2012, 17.00 Uhr
Zürich, Kirche St. Peter

Michael Haydn Sinfonie d-Moll, Nr. 29, MH 393


Johann Wilhelm Hertel Sinfonie D-Dur


Wolfgang Amadeus Mozart Flötenkonzert G-Dur KV 313/KV 285c


Joseph Haydn Sinfonie C-Dur Nr. 60 «Il distratto»

Solist: Karel Valter, Flöte
Leitung: Dominik Kiefer

Mozart konnte nicht ahnen, dass dereinst das Flötenkonzert, das er für einen holländischen Arzt geschrieben hatte, ein Welthit werden würde.

In diesem Programm steht es zwischen Sinfonien der drei «grossen» H’s.

 

Joseph Haydn war als Gestalter ausgewogener Formen bereits zu Lebzeiten eine europaweit bekannte Grösse. Sein jüngerer Bruder Michael strotzte vor melodischem Einfallsreichtum und stand nur scheinbar in Josephs Schatten. Als drittes «H» an diesem Abend gesellt sich der temperamentvolle Johann Wilhelm Hertel mit seiner mitreissenden Sinfonia.

echt bach!

Do, 19.4.2012, 19.30 Uhr

Basel, Martinskirche

 

Fr, 20.4.2012, 19.30 Uhr
Zürich, Kirche St. Peter

Johann Sebastian Bach
Ouvertüre B-Dur, BWV 97[a]
Violinkonzert E-Dur, BWV 1042
Ouvertüre D-Dur, BWV 1068[a]
Sinfonia aus der Kantate «Am Abend aber desselbigen Sabbats», BWV 42/1
Violinkonzert g-Moll, BWV 1056 [a] Brandenburgisches Konzert Nr. 3 G-Dur, BWV 1048
Sinfonia aus der Kantate «Herr Gott, Beherrscher aller Dinge», BWV 120a/1
Solistin & Leitung: Amandine Beyer, Violine

Routine war Johann Sebastian Bach zuwider – deshalb entwickelte er seine Kompositionen stets weiter und passte sie immer wieder den neuen Erfordernissen an.

 

Zusammen mit der gefragten Barockgeigerin Amandine Beyer, die an allen grossen Festivals für Alte Musik zu Gast ist, präsentiert Capriccio «Echt Bach!». Auf dem Programm steht Vertrautes und Unbekanntes, dazu Berühmtes in unerwartetem Gewand und Instrumentalsätze, die selten aufgeführt werden.

Amandine Beyer
Amandine Beyer