
KONZERTREIHE
BASEL & ZÜRICH
2026_2027
CAPRICCIO_DA CAPO
Mit der Saison 2001_2002 startete das Capriccio Barockorchester seine erste Konzertreihe in Basel und Zürich. In den 25 Spielzeiten pflegte das Orchester die Vielfalt der barocken und frühklassischen Orchesterliteratur und lud herausragende Exponenten der historischen Aufführungspraxis als Leiter und Solisten ein.
Diese Tradition führt das Orchester in der neuen Saison mit Freuden weiter. Capriccio wie von Anfang an also?
Ja, und gerade deshalb immer wieder mit Herz, etwas Schalk und Elan für Neues und Überraschendes.
MOZART VIELSAITIG
Sonntag, 13. September 2026, 17.00 Uhr_Martinskirche Basel
Josef Mysliveček
Ouverture zu «Romolo ed Ersilia»
Wolfgang Amadeus Mozart
Violinkonzert Nr. 5 A-Dur, KV 219
Wolfgang Amadeus Mozart
Sinfonie Nr. 29 A-Dur, KV 201
Leila Schayegh_Violine & Leitung
Der laufende Mozart-Zyklus von Leila Schayegh und Capriccio findet seine Fortsetzung mit dem fünften Violinkonzert, das den krönenden Abschluss dieser kanonischen Werkgruppe bildet. Mozarts Salzburger Konzertschaffen reiht sich ein in eine ganze Serie grosser Orchesterwerke, in deren Mittelpunkt die Sinfonik steht. Inspirieren liess sich Mozart in jenen Jahren auch von seinem Freund und Mentor Josef Mysliveček, der in Italien als «göttlicher Böhme» gefeiert wurde.
IL BAROCCO IN FESTA
Sonntag, 11. Oktober 2026, 17.00 Uhr_Kapelle Kulturhaus Helferei Zürich
Georg Philipp Telemann
Concerto D-Dur für Violine, Trompete, Streicher und B.c., TWV 53:D5
Antonio Vivaldi
Concerto g-Moll für Violoncello, Streicher und B.c., RV 417
Giuseppe Sammartini
Concerto Es-Dur für Oboe, Streicher und B.c.
Georg Philipp Telemann
Concerto F-Dur für Blockflöte, Fagott, Streicher und B.c., TWV 52:F1
Conclusion D-Dur aus der «Tafelmusik II», TWV 50:D9
Dominik Kiefer_Leitung
Die ausgeprägte Festlaune im Barockzeitalter war eine der grössten Musen der Kunstgeschichte, denn in adligen und bürgerlichen Kreisen galt damals die unumstössliche Regel: Kein Fest ohne Musik. An opulenten Banketten und prachtvollen Bällen wurde die Gesellschaft stets auch durch farbenreiche Instrumentalmusik unterhalten. Konzertante Leckerbissen veredelten die Freuden der Tafel, während strahlende Trompetenklänge den Eröffnungs- und Schlusszeremonien eines barocken Fests besonderen Glanz verliehen.
SALVE REGINA
Samstag, 16. Januar 2027, 19.30 Uhr_Peterskirche Basel
Sonntag, 17. Januar 2027, 17.00 Uhr_Kirche St. Peter Zürich
Giuseppe Sammartini
Concerto grosso a-Moll, op. 5/4
Giovanni Benedetto Platti
Concerto g-Moll für Oboe, Streicher und B.c.
Antonio Vivaldi
«Salve Regina» F-Dur für Sopran, Violine, Streicher und B.c., RV 617
Georg Friedrich Händel
Concerto g-Moll für Orgel, Streicher und B.c., op. 4/3, HWV 291
Arie «Un leggiadro giovinetto» aus «Il trionfo del Tempo e del Disinganno», HWV 46
Arie «Augelletti che cantate» aus «Rinaldo», HWV 7
Nuria Rial_Sopran
Dominik Kiefer_Leitung
Vivaldi war ein äusserst produktiver Vokalkomponist von anerkannt hoher Qualität. Seine kompositorische Begabung im Umgang mit der menschlichen Stimme zeigte sich bereits in der frühen Vertonung der marianischen Antiphon «Salve Regina». In jenen Jahren sorgten auch Händels erste Werke im Bereich des Oratoriums und der Oper für grosses Aufsehen. Die beiden ebenfalls hochtalentierten Komponisten Sammartini und Platti beeindruckten ihre Zuhörerschaft, der auch Händel und Vivaldi angehörten, durch ihr Spiel auf der Oboe – der Königin instrumentaler Gesanglichkeit.
CAPRICCIOSO
Freitag, 19. Februar 2027, 19.30 Uhr_Peterskirche Basel
Sonntag, 21. Februar 2027, 17.00 Uhr_Kirche St. Peter Zürich
Georg Philipp Telemann
Ouverture F-Dur, TWV 55:F3
Franz Xaver Richter
Sinfonia B-Dur für Streicher
Franz Anton Hoffmeister
Konzert D-Dur für Viola und Orchester
Johann Christian Bach
Sinfonia g-Moll, op. 6/6
Carlos Vallés Garcia_Viola
Dominik Kiefer_Leitung
Die Orchestermusik des 18. Jahrhunderts fasziniert durch ihre enorme Vielfalt. Wichtige Kapitel ihrer Geschichte wurden von Komponisten aus dem mitteleuropäischen Kulturraum geschrieben: Georg Philipp Telemann entwickelte in seinen Ouvertüren einen unerhört feinen, orchestralen Klangsinn. Franz Xaver Richter verband in seinem kompositorischen Schaffen kontrapunktische Gelehrsamkeit mit schwungvollem Witz. Unkonventionelle Soloinstrumente wie die Viola rückten bei Franz Anton Hoffmeister ins Rampenlicht. Neue Töne schlug schliesslich Johann Christian Bach in der berühmten g-Moll-Sinfonie an, deren emotionale Eindringlichkeit seinerzeit Massstäbe setzte.
DANCES & NUANCES
Freitag, 21. Mai 2027, 19.30 Uhr_Kirche St. Peter Zürich
Sonntag, 23. Mai 2027, 17.00 Uhr_Peterskirche Basel
Francesco Geminiani
Suite aus «La forêt enchantée»
Georg Philipp Telemann
Concerto h-Moll für 2 Flöten, Fagott, Streicher und B.c., TWV 53:h1
Johann Sebastian Bach
Brandenburgisches Konzert Nr. 1 F-Dur, BWV 1046
Jean-Philippe Rameau
Suite aus «Les Boréades», RCT 31
Dominik Kiefer_Leitung
Frankreich hat die spätbarocke Musikkultur Europas wesentlich mitgeprägt. Die Hauptstadt Paris zog bedeutende Musiker wie Francesco Geminiani an, der am Théâtre des Tuileries seine Pantomime «La forêt enchantée» zur Aufführung brachte. Telemann, dessen Konzerte nach eigener Bekundung «mehrentheils nach Franckreich riechen», wurde gleichenorts triumphal empfangen. Auch Bach orientierte sich in seinen Orchesterwerken an französischen Satzmodellen. Zu den grössten Meistern der französischen Barockmusik zählt Jean-Philippe Rameau, dessen vielschichtiges Spätwerk «Les Boréades» die Summe einer Epoche bildet.
