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 «LICHTBLICKE»

Konzertreihe Aargau 2022_23

«Des Künstlers Beruf: Licht senden in die Tiefe des menschlichen Herzens» (Robert Schumann)

Dieses Zitat begleitet das Capriccio Barockorchester seit seiner Gründung im Jahr 1999 und es hat in den letzten beiden Jahren zweifellos noch an Bedeutung gewonnen. Voller Zuversicht widmet das Orchester deshalb seine Saison 2022_23 diesem Leitgedanken und möchte mit einer besonderen Kombination von Raum und Musik einzigartige «Lichtblicke» ermöglichen.

Alle Konzerte beginnen mit einer kurzen Einführung in die Besonderheiten des Konzertraums durch die Kantonale Denkmalpflege.

VIVA BOLOGNA

Sonntag, 29. Januar 2023, 17.00 Uhr 

Antoniuskirche Wildegg

Giuseppe Torelli

Sinfonia D-Dur für Trompete, Streicher und B.c.

Giovanni Bononcini

Sonata a 7, op. 3:8

Giuseppe Torelli

Concerto grosso a-Moll, op. 8:2

Maurizio Cazzati

Sonata a 6 für Trompete, Streicher und B.c., op. 35

Giuseppe Torelli

Concerto grosso a-Moll, op. 8:5

Giovanni Battista Vitali

Sonata a sei, op. 11

 

Henry Moderlak, Trompete

Bologna, die Hauptstadt der Emilia-Romagna, war von 1507 bis 1859 Teil des Kirchenstaates. Sie beherbergte seit dem 11. Jahrhundert eine der ältesten Universitäten Europas und war mit ihren 150 Kirchen ein religiöses Zentrum. Besonders im Umkreis der Zentralkirche San Petronio entwickelte sich eine reiche Musikkultur, die ihren Höhepunkt im 17. Jahrhundert erlebte. Im Grunde liegen hier die Wurzeln der Ensemble- und später der Orchestermusik: Maurizio Cazzati, Giovanni Battista Bononcini, Giovanni Battista Vitali, Giuseppe Torelli gehörten zu den innovativen Komponisten von Sonaten, Concerti grossi und Solokonzerten. 1666 wurde die «Accademia dei Filarmonici» gegründet, eine Art Musikerzunft, die später ihren Einfluss in ganz Europa geltend machte.

APOTHEOSE

Sonntag, 26. Februar 2023, 11.00 Uhr 

Aula der Alten Kantonsschule Aarau

François-André Danican Philidor

L’art de la modulation

François Couperin

Le Parnasse ou L’Apothéose de Corelli

Georg Philipp Telemann

Nouveaux Quatuors, D-Dur, TWV 43:D3

Johann Christian Schickhardt

Concerto F-Dur op. 19, Nr. 3

 

Dominik Kiefer, Leitung

Der griechische Berg Parnass steht in der europäischen Geistesgeschichte als Sitz des Gottes Apollon und der Musen sinnbildlich für künstlerische Höchstleistungen. So hat sich der Begriff auch in musikalischen Zusammenhängen etabliert. Entsprechend wählte François Couperin den Titel «Le Parnasse» für seine musikalische Verneigung vor Arcangelo Corelli, dem stilprägenden Meister der Triosonate. Den Anspruch, in neue Sphären vorzustossen, bezeugen auch Telemanns «Nouveaux Quatuors», welche barocke Formkonventionen und französischen Esprit spielerisch verbinden. Neue harmonische Farben erkundet «L’art de la modulation» von François-André Danican Philidor. Der geniale Schachspieler zeigte mit dieser Quartettsammlung, dass seine Kombinationskunst weit über das königliche Spiel hinausragt.

L'ESPRIT DES LUMIÈRES

Sonntag, 23. April 2023, 17.00 Uhr 

Propsteikirche Wislikofen

Jean-Jacques Rousseau
Le Devin du Village - Ouvertüre

Jean-Philippe Rameau
Pigmalion - Ouvertüre und Tänze

Michel Blavet
Konzert für Flöten, zwei Violinen und B.c a-Moll

Joseph Bodin de Boismortier
Le Bourgeois Gentilhomme - Musique de théâtre

Jean-Marie Leclair
Konzert für Violine, Streicher und B.c. a-Moll op. 7, Nr. 5

Dominik Kiefer, Leitung

Das Programm lässt den Geist der Aufklärung, der im 18. Jahrhundert wesentlich aus Frankreich wehte, musikalisch zu neuem Leben erwecken. In seinem Acte de ballet „Pigmalion“ preist Jean-Philippe Rameau das aufklärerische Ideal des schöpferisch tätigen Menschen, welches auch von seinem musikästhetischen Rivalen Rousseau geteilt wurde. Daneben erklingen Konzerte von Michel Blavet und Jean-Marie Leclair, die zu den herausragenden Instrumentalvirtuosen ihrer Zeit zählten.

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